Latexmatratzen

Latexmatratzen haben den Vorteil, eine hohe Punktelastizität aufzuweisen und damit lediglich in den Bereichen nachzugeben, in denen sie überhaupt einer stärkeren Beanspruchung ausgesetzt werden. Sie passen sich dem Körper optimal an und sorgen auf diese Art und Weise für einen hohen Schlafkomfort. Latexmatratzen bestehen entweder aus synthetischem oder natürlichem Latex oder aber aus einer Mischung beider Stoffe: Der Anteil natürlichen Latex variiert mitunter stark und kann zwischen null und 100 Prozent liegen. Als Naturlatexmatratze darf eine Latexmatratze demnach lediglich dann bezeichnet werden, wenn sie ausschließlich aus Naturpolymeren besteht – eine Beimengung von synthetischem Latex ist nicht erlaubt. Zur Aufrechthaltung einer gewissen Konsistenz werden sogenannte Vulkanisiermittel eingesetzt. Deren Anteil allerdings darf fünf Prozent nicht übersteigen. Latexmatratzen aus natürlichem Kautschuk weisen im Vergleich zu synthetischen Latexmatratzen eine bessere Punkelastizität auf und haben eine hohe Formstabilität. Letztere verliert sich bei synthetischen Latexmatratzen verhältnismäßig schnell. Dafür aber musste bei Naturlatexmatratzen unter direkter Lichteinwirkung eine Neigung zum Abbröseln festgestellt werden. Aufgrund ihres hohen Raumgewichts sind Matratzen aus Latex zudem deutlich schwerer als Matratzen aus anderen Materialien. Die am häufigsten verwendeten Latexmatratzen weisen eine Mischung aus 40 % natürlichem Kautschuk und 60 % synthetisch hergestellten Latex auf. Sie können selbst keine Feuchtigkeit aufnehmen, sind aber mit entsprechenden Hohlräumen versehen, die eine gute Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung ermöglichen.
Im Rahmen des Erwerbs einer Latexmatratze sollte darauf geachtet werden, dass der jeweilige Bezug nicht zu stramm gespannt oder gar gesteppt ist – dies nämlich kann von einer Verminderung bis hin zu einem Verlust der typischen Vorteile einer Latexmatratze führen. Latexmatratzen sind hygienisch, wenig anfällig gegenüber einem etwaigen Milbenbefall und absolut geräuschfrei. Sie sollten allerdings lediglich in Räumen mit einer Temperatur von mehr als zehn Grad Celsius verwendet werden. Kann diese Temperatur nicht gewährleistet werden, kommt es schnell zur Schimmelbildung. Es empfiehlt sich, die Matratze in regelmäßigen Abständen aufrecht zu positionieren und auf diese Weise zu lüften. Diese Maßnahme sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit entweichen kann.