Futonbetten

Die traditionell aus Japan stammenden Futonbetten sind fest in den japanischen Lebens- und Wohnstil integriert. Die ursprünglichen Futonbetten waren sehr dünn und bestanden aus einer gefüllten Matratze und einer Decke. Da japanischer Wohnraum sehr hochpreisig ist, kann das dünne Futonbett zusammengeklappt, beziehungsweise gerollt werden, um das Schlafzimmer dem Rest des Tages eine andere Funktion zuzuweisen. Seitdem der japanische Einrichtungsstil Einzug in die westliche Welt eingezogen ist, haben sich Futons weiterentwickelt.
Die an die europäischen Verhältnisse und Bedürfnisse angepassten Futons bestehen aus einem Holz- oder Metallgestell, auf welchem eine etwas dickere Matratze aufgelegt wird als in traditionell japanischen Haushalten. Die Kopfenden der westlichen Futonbetten weisen meist ein bequem gestaltetes Stützelement auf, da Futonbetten tagsüber meist als Sofa genutzt werden. Die Matratze der europäischen Futonbetten sind meist dicker und um einiges weicher als die japanische Verwandtschaft aus Fernost. Die gängigsten Materialien, aus denen europäische Futonmatratzen bestehen, sind Schurwolle, Rosshaar und Kokos. Ökologisch sind die Materialien von Futons meist unbedenklich, da die Hersteller verstärkt auf die Verwendung von Rohstoffen aus kontrolliert ökologischem Anbau achten. Der allgemeine Trend hin zu ökologisch unbedenklichen und nachhaltigen Rohstoffen lässt sich hier sehr gut beobachten. Grundsätzlich sind Futons im unteren Preissegment angesiedelt und eignen sich vor allem für Singlehaushalte oder als Gästebett. Doch auch bei Futonbetten steigt der Preis mit der Qualität der Matratze. So werden die Matratzen hochpreisiger je höher der Anteil von Latex und Kokos ist. Ein gutes Mischverhältnis dieser beiden Stoffe führt zu einer hohen Klimaregulation und somit zu einer höheren Qualität der Futonbetten.
So wie alle anderen Matratzen auch, sollte die Futonmatratze gelegentlich gepflegt werden. So bietet es sich an, den meist aus unempfindlicher Baumwolle bestehenden Bezug abzuziehen und in der Waschmaschine zu waschen. Das gelegentliche Lüften, Wenden und Ausklopfen der Matratze ist ein bewährtes Mittel gegen Milben, welche den Hausstaub produzieren, auf den viele Menschen allergisch reagieren.